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    Home»Nachrichten»Rehlinger distanziert sich von SPD-"Manifest"

    Rehlinger distanziert sich von SPD-"Manifest" - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion12.06.25
    Anke Rehlinger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Anke Rehlinger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat sich kritisch zum außen- und sicherheitspolitischen "Manifest" mehrerer SPD-Mitglieder geäußert - und dabei eine klare Abgrenzung formuliert. "Ich teile diese Positionen nicht", sagte Rehlinger dem Magazin Politico, stellte aber zugleich klar: "Man muss nicht jede Position, die man nicht teilt, in Bausch und Bogen direkt abbiegen wollen."

    Rehlinger sagte, sie habe die außenpolitische Linie der SPD im Parteivorstand 2023 mitbeschlossen. Diese sei weiterhin Grundlage für die Regierungsarbeit. Das "Manifest" überrascht sie nicht: "Dass Ralf Stegner oder Rolf Mützenich diese Position vertreten, ist nicht wahnsinnig überraschend", so Rehlinger.

    Die Aussagen zur Ukraine und Russland sieht sie kritisch: "Ich glaube nicht, dass Russland unter Putin überhaupt momentan ein Gesprächspartner sein kann und sein will." Zusammenarbeit mit Putins Russland sei nicht das, was die Situation gerade hergebe.

    Zum Vorwurf, Parteichef Lars Klingbeil habe linke Positionen vernachlässigt, sagte Rehlinger: "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sehr friedensbewegt sind." Vielleicht sei ein solches "Manifest" der Anlass, um nochmal die Argumente auszutauschen.

    Einen Fehler in der Einbindung prominenter Kritiker sieht sie nicht: "Alle sind eingebunden und eingeladen in den Debatten." Posten allein könnten Überzeugungen nicht einbinden: "Menschen, die eine Haltung haben, lassen sich nicht allein durch Posten einbinden."

    Zum anstehenden Parteitag erklärte Rehlinger: "Es geht darum, neue Stärke zu erlangen - manchmal eben auch über Debatten."

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