Unternehmensgründung
Selbstständig werden – so gelingt der Unternehmensstart

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Foto: dotshock | Shutterstock

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Im vergangenen Jahr wurden rund 388.000 neue Unternehmen in Deutschland gegründet. Dies stellt immer noch eine rückläufige Tendenz dar, deren Gründe nicht eindeutig sind. Generell bedeutet die Existenzgründung eine große Herausforderung, die ein großes Risiko sowohl in beruflicher als auch privater Hinsicht bedeutet. Für den unternehmerischen Erfolg ist nicht nur eine überzeugende Geschäftsidee wichtig. Vielmehr müssen Selbstständige die komplette Organisation des Unternehmens managen und dafür weitreichende Entscheidungen über zum Beispiel die Rechtsform und die Finanzplanung treffen, die vor allem auf die finanzielle Situation große Auswirkungen haben kann.

Welche Rechtsform ist die richtige?

Als gewerblicher Gründer muss zwangsläufig eine Rechtsform gewählt werden, die sich auf die Haftung, das Startkapital oder die Buchführung auswirkt. So muss beispielsweise berücksichtigt werden, dass ein selbstständiger Unternehmer das volle Risiko trägt und somit auch mit seinem Privatvermögen haftet, sollte ein Schadensfall eintreten. Auch wenn die Rechtsform „Einzelunternehmer“ oftmals die einfachste und schnellste Variante ist und auch im Steuerrecht wenige Vorschriften mit sich bringt, sollte dies in Bezug auf die volle Haftung dennoch überdacht werden. Ähnliches gilt für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die von zahlreichen Gründerteams gewählt wird. Dabei wird nicht bedacht, dass der einzelne mit seinem Privatvermögen auch für Fehler der anderen haftet. Eine Alternative sind daher GmbH oder UG, bei denen das Haftungsrisiko geringer ist. Der Nachteil ist, dass dafür gewisse finanzielle Mittel für das Stammkapital notwendig wird. Aus diesen Gründen muss die Wahl der Rechtsform genau abgewägt werden, die allerdings unter Berücksichtigung gesetzlicher Bestimmungen bei Bedarf noch geändert werden kann.

Die passende Finanzplanung

Diese sollten Selbstständige umsichtig und vorausschauend entwickeln, weil sie eine wichtige Grundlage dafür ist, dass die Arbeit irgendwann Früchte trägt und der Unternehmensgründer von ihr leben kann. Der Finanzplan ist normalerweise Teil des Businessplans und eine wichtige Voraussetzung, wenn Fremdkapital für die Realisierung der Unternehmensgründung benötigt wird. Darüber hinaus kann eine fundierte Planung dabei helfen, einen Liquiditätsengpass zu verhindern. Die Einnahmen sind bei einem Start-up in der Regel schwer abschätzbar und sehr schwankend, weshalb die Ausgaben genau kalkuliert sein müssen. Erreichen diese ein großes Ausmaß, kann dies dazu führen, dass der Unternehmer seinen kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen kann. Für viele Selbstständige hat dies bereits das Aus bedeutet, weil sie trotz eines gut laufenden Geschäfts zu hohe und unnötige Ausgaben hatten. Um die Planung einzuhalten, kann eine Unternehmenssoftware von beispielsweise Lexware unterstützen. Diese umfasst als Komplett-Lösung die Buchhaltung, Auftragsbearbeitung und die Erstellung des Jahresabschlusses. Dadurch ist es möglich, einen genauen Überblick über die finanzielle Lage seines Unternehmens zu behalten. Am Ende des ersten Wirtschaftsjahres kann so auch einfach Bilanz gezogen werden, wie sich die Einnahmen und Ausgaben entwickelt haben und wie es um die Liquidität steht.

Sinnvolle Investitionen und Reinvestitionen

Foto: Pressmaster | Shutterstock

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In Bezug auf die Finanzplanung wird auch das Thema Investition wichtig. Bestimmte Ausgaben muss ein Unternehmen für seinen Start tätigen wie beispielsweise für die Büroausstattung oder die Anschaffung wichtiger Maschinen, um überhaupt mit seiner Tätigkeit beginnen zu können. Um, wie bereits oben erwähnt, nicht in Liquiditätsschwierigkeiten zu geraten, versuchen viele Jungunternehmer Investitionen so gut es geht zu vermeiden. Umgedreht investieren andere unüberlegt in Anschaffungen, die nicht unbedingt notwendig sind. Daher ist es ratsam, genau zu überlegen, was notwendig ist, was man selbst machen kann und was besser an Experten zu übertragen ist. Sobald das Geschäft besser läuft und den Existenzgründern nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung steht, ist der Zeitpunkt gekommen, übers Outsourcing nachzudenken. Auch wenn dies eine mitunter eine höhere Ausgabe darstellt, kann dies den Vorteil bringen, dass sich der Unternehmer effizienter auf sein Tagesgeschäft konzentrieren und zum Beispiel mehr Aufträge annehmen oder seine Kundenakquise ausweiten kann.

Auf Selbstständige kommen natürlich noch weitere Aufgaben und Entscheidungen zu, die genauso wie die genannten Punkte Auswirkungen auf den unternehmerischen Erfolg haben können. Daher ist es für einen erfolgreichen Unternehmensstart grundsätzlich wichtig, alle notwendigen Schritten genau zu überlegen und im Sinne des Geschäftsmodells umzusetzen.

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