Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Magazin
      • Blog
    • Lifestyle
      • Astrologie
      • Essen & Trinken
      • Erziehung
      • Liebe & Partnerschaft
      • Lifestyle
      • Sternzeichen
      • Tipps
    • Technik
      • Technologie
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
      • Sport
    • Wissen
      • Feiertage
      • Sprache
      • Tiere
      • Umrechnungen
      • Weltuntergang
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Job & Beruf»So blamieren Sie sich garantiert mit Ihrer Rede

    So blamieren Sie sich garantiert mit Ihrer Rede » Job & Beruf

    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger03.12.15↻ 19.08.22

    Der Kommunikationsexperte Matthias Pöhm verrät Ihnen, wie Sie sich garantiert mit ihrer Rede auf der Weihnachtsfeier blamieren.

    eine Kolumne von Matthias Pöhm

    Wollen Sie sich mal so richtig blamieren?
    Wollen Sie sich mal so richtig blamieren? (Foto: racorn | Shutterstock)

    Man hat Sie also gebeten, bei der anstehenden Weihnachtsfeier eine kleine Ansprache zu halten. Wenn Sie diese zehn Dinge befolgen, ist Ihnen die Blamage sicher:

    1. Einen Rhetoriktrainer können Sie sich nicht leisten? Macht nichts! Der Hausmeister schuldet Ihnen noch einen Gefallen, weil Sie ihn nicht verpfiffen haben, als Sie ihn neulich betrunken überraschten. Und er hat selbst berichtet, dass er bei seinem Stammtisch als der Star-Redner schlechthin gilt. Also soll er Ihnen beibringen, was er weiß.
    2. Es genügt völlig, ein Buch zum Thema "Rhetorik" zu kaufen. Wenn Sie es auch noch lesen, haben Sie das Optimum der notwendigen Vorbereitung erreicht. Jetzt noch zu üben, würde das Ganze nur monoton und unerfrischend routiniert wirken lassen. Sparen Sie sich also die Abende bei den Toastmasters.
    3. Sollten Sie doch einen Rhetorikkurs absolvieren wollen: Die besten Kurse sind die mit den größten Anzeigen im Lokalblatt. Hier gilt wie so oft: Günstig ist gut - günstiger ist besser. Wenn die Seminargebühr niedrig ist und noch einen Imbiss beinhaltet, können Sie gar nichts falsch machen. Da brauchen Sie sich von den Tipp- und Grammatikfehlern in der Anzeige nicht stören zu lassen.
    4. Wenn Sie sich schon so gut vorbereitet haben, sollen es die anderen auch merken. Lesen Sie deshalb Ihre mehrseitige Rede (am besten mit einfachem Zeilenabstand geschrieben) vom Blatt ab. Vermeiden Sie dabei unter allen Umständen Blickkontakt.
    5. Wann, wenn nicht jetzt, wäre die beste Gelegenheit, die neuen Rhetorik-Tricks auszuprobieren, von denen Sie neulich in den Magazinen im Wartezimmer Ihres Zahnarzts gelesen haben? Spontan ist immer gut - da ersetzt der Schub des Neuen das langweilige Austesten daheim.
    6. Bitten Sie einen Kollegen, Ihre Ansprache zu filmen, damit Sie sie auf ihren Youtube-Channel setzen können. Sprechen Sie in die Kamera und weisen Sie mehrmals auf Ihren Channel, die Subscribe-Funktion und Ihre anderen Beiträge hin. Damit beweisen Sie, dass Sie auf der Höhe der Zeit sind.
    7. Wenn Sie Ergebnisse präsentieren, beschränken Sie sich auf die nackten Ziffern. Unter welchen Schwierigkeiten Sie dieses Ergebnis erreicht, gegen welche Widrigkeiten Sie dabei gekämpft haben - das interessiert ja eh niemanden. Je knapper, desto wirkungsvoller. Lassen Sie nackte Zahlen sprechen!
    8. Egal, was dieses Jahr passiert ist: Ob Highlights in der Geschichte des Unternehmens, innerbetriebliche Hochzeiten oder gar Todesfälle - nichts ist so interessant wie das, was Sie zu erzählen haben. Vergeuden Sie Ihre Zeit im Rampenlicht nicht mit Rückblicken dieser Art!
    9. Wenn Sie Ihre Rede zu spannend gestalten, riskieren Sie, für oberflächlich und unseriös gehalten zu werden. Bleiben Sie trocken - und erzählen Sie bloß keine bewegenden Anekdoten wie Moses Mendelsson1.
    10. Schon lange aus der Mode: Es wirkt devot und anbiedernd, sich am Ende der Rede beim Chef, den Mitarbeitern und Kollegen für die tolle Zusammenarbeit oder Unterstützung zu bedanken. Das haben Sie gar nicht nötig.

    1 Anekdote von Moses Mendelsson


    Der Autor

    Rhetorik-Trainer Matthias Pöhm coacht Spitzenleute aus Politik und Wirtschaft für deren öffentliche Auftritte und veranstaltet das „teuerste Rhetorik-Seminars Europas“ (FAZ), wo die Teilnehmer vor 120 Menschen als bestelltem Publikum reden müssen.

    Viel Medienecho erzeugte er, als er die weltweit operierende „Anti-PowerPoint-Partei“ gründete.

    Links & Quellen

    1 Website von Matthias Pöhm
    2 Schlagfertigkeit und Flirttipps
    3 Anti-PowerPoint-Partei

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelUli Hoeneß: Verbrecher oder Heiliger?
    Nächster Artikel Savants - Menschen übermenschlichen Fähigkeiten?
    Avatar-Foto
    Sebastian Fiebiger
    • Website
    • X (Twitter)
    • Instagram
    • LinkedIn

    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

    MEHR ZUM THEMA
    Frage beim Bewerbungsgespräch: „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
    2 min
    Bürokaufmann / Bürokauffrau
    2 min
    Krankenschwester - Ausbildung, Beruf und Gehalt
    4 min
    Beruf: Industriekaufmann / Industriekauffrau
    8 min
    Freiziehen: Teurer Ausverkauf der Bildungspolitik
    4 min
    Gehalt & Lohn: Was verdient man als Hotelfachfrau?
    2 min

    Kommentar

    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomant Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Kulturstaatsminister würde Google gerne zerschlagen
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    © 2026 Softclick GmbH & Co. KG • naanoo media

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken