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    Home»Nachrichten»Mehrere tausend Todesfälle durch Vitaminpillen pro Jahr?

    Mehrere tausend Todesfälle durch Vitaminpillen pro Jahr? » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion15.01.15↻ 19.10.251
    Vitamine – Überdosierung ist gefährlich
    Vitamine – Überdosierung ist gefährlich (Foto: Elena Elisseeva | iStockphoto | Thinkstock)

     

    Laut einer Auswertung zahlreicher Studien zu Vitamintabletten könnten diese für mehrere tausend Todesfälle pro Jahr verantwortlich sein. Auch aus den Reihen der Politik und des Bundesinstitut für Risikobewertung wird Kritik gegen die vermeintlichen Gesundheitspillen laut.

    Berlin - Der Schweizer Medizinprofessor Peter Jüni schätzt, dass der Konsum von Vitaminpräparaten in Deutschland "für mehrere tausend Todesfälle pro Jahr" verantwortlich sein könnte. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Jünis Hochrechnung bezieht sich auf die systematische Auswertung zahlreicher Studien, in denen Vitaminpräparate im Vergleich zu Placebos getestet wurden.

    Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin rät gesunden Menschen, die keinen erhöhten Bedarf haben, klar davon ab, Vitaminpräparate zu schlucken. "Die ursprüngliche Annahme, dass die antioxidative Wirkung der Vitamine vor Krebs schütze, hat sich als haltlos herausgestellt", erklärt Diana Rubin, Leiterin der Abteilung Ernährungsrisiken beim BfR.

    SPD: Lauterbach fordert Aufklärung

    Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Karl Lauterbach, hält die Risiken für die Bevölkerung mittlerweile für erheblich. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung müsse viel deutlicher als bisher vor den Vitaminpillen warnen, fordert Lauterbach. "Das Nichtwissen bei Ärzten und Apothekern über die Präparate schockiert mich immer wieder. Die Ergebnisse aus der Wissenschaft kommen oft erst mit jahrelanger Verspätung in der Praxis an." Lauterbach erinnert daran, dass Gesundheitsminister Daniel Bahr angekündigt habe, sich als Vorsorgeminister zu profilieren. "Wenn Herr Bahr das ernst meint, sollte er zumindest vor Präparaten warnen, die gefährlich sind", fordert Lauterbach.

    Warnhinweise gefordert

    "Der Gesundheitsminister sollte nicht mit Rücksicht auf eine kleine Lobbygruppe, die der FDP nahesteht, der Bevölkerung Risiken zumuten, die vermeidbar wären", erklärt der Gesundheitsexperte der SPD. Der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Jürgen Windeler, fordert die Behörden gar zum Handeln auf: "Das Schadenspotential bei langfristiger Einnahme kann man nicht mehr ignorieren. Ich wäre für ein Zulassungs - verfahren oder zumindest für ausdrückliche Warnhinweise, damit Patienten wissen, auf was sie sich bei Vitaminpillen einlassen." [dts Nachrichtenagentur]

    Die Studienlage in Bezug auf Vitamintabletten ist noch immer undurchsichtig. Klar ist aber, dass der gesünder lebt, der sich so ernährt, dass sein Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen aus der normalen Nahrung gedeckt wird.

    Ob bei einer Unterversorgung aufgrund schlechter Enährungsgewohnheiten Vitamine für einen Ausgleich sorgen können, ist umstritten.

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    Ein Kommentar
    1. Carino on 25.05.14 07:12

      Ach wirklich. Na, dann müsste ich ja schon tot sein. Ich nehme seit über 20 Jahren Vitaminpräparate. Ich Rauche, habe etliche Jahre Nachtleben hinter mir und gerne ins Glas geschaut. Dafür sehe ich verdammt gut aus. Gesunde Haut, definierte ausgebaute Muskeln und eine Kondition wie eine 20jährige.
      Es gibt eine Studie, welche noch bis vor kurzem im Zusammenhang mit dieser Meldung im Umlauf war. Komischerweise waren bei dieser Studie die meisten Teilnehmer schon mindestens 60 und hatten tlw auch Krebs oder andere Krankheiten. Die Studie ging 20 Jahre oder 25? Weiß nicht genau. Sie sagte nichts aus, denn nach der Zeit können schon mal Menschen sterben. Mit unseren hier erhältlichen Präparaten kann man sich eigentlich nicht überdosieren, wenn man es nicht übertreibt. Selbstverständlich sollte man auf seinen Lebenswandel, Gewicht!!!! sowie seine Ernährung achten. Nun, es ist nun mal so, dass wir kaum gut Essen. Warum wird das Volk so verarscht? Es gibt Erfolge mit Vitamin C in der Krebstherapie sowie bei Allergien, Rheuma etc. Auch Magnesium. Gut, Vitaminpräparate sind nicht immer gut. Man sollte schon auf die Qualität achten. Am besten mit soviel natürlicher Zusammensetzung wie möglich. Dies ist jedoch eine Frage des Geldes, welches nicht jeder zur Verfügung hat. Ich frage mich, wenn alles so schlecht ist, warum werden Nahrungsmittel Vitamine zugeführt???? Getränke z B. Dieses ist nämlich viel schlechter!!!
      Wieso spricht hier keiner vom Jod und Fluorid??? Die wenigsten Menschen wissen, dass Salz mit zugesetztem Jod nicht gut ist. Ihre Zahnpasta mit Fluorid in den Sondermüll gehört. Fluor ist wichtig!!!! Und dieses kommt im Tee vor.
      Wieso setzt sich die Regierung nicht mehr für die Kennzeichnung und Verbot von Gen-Lebensmitteln ein? Brot kann man nicht mehr Essen, ohne danach eine dicke Wampe zu haben. Seltsam oder? Kühe und andere Tiere bekommen genetisch verändertes Futter.
      Ach und überhaupt was ist mit dem Zucker überall drin??? Nun frage ich: Ist das alles nicht Volksverarschung? P. S. Es sind zwei Todesfälle mit Vitamin A bekannt. Es handelt sich um Menschen, die Eisbärleber aßen. Ich kann mir nicht vorstellen,dass es hierzu lande Leute gibt, die sich 30 Pillchen von einem Vitamin auf einmal einschmeißen. Die EU sollte mal lieber Ernährungslehre in Schulen zwangseinführen.

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