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Ex-Leiter des Hauptstadtstudios

Regierungsnähe des ZDF: Herles bestätigt Weisungen

Nachdem vor knapp zwei Wochen schon eine freie Mitarbeiterin des WDR von Weisungen zur regierungstreuen Berichterstattung gesprochen hat, packt jetzt ein Schwergewicht aus.

Logo des ZDF

Logo des ZDF (Foto: 360b / Shutterstock)

Update: Wolfgang Herles hat seine Äußerungen bei Tichys Einblick noch einmal konkretisiert und ihnen nicht – wie in einigen Medien behauptet – widersprochen.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Journalist und Publizist Wolfgang Herles, der jahrelang für das ZDF in leitenden Positionen tätig war, hat konstatiert, dass es im Sender „Anweisungen von oben“ gebe. „Auch im ZDF sagt der Chefredakteur, `Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient`. Und da muss er in Klammer gar nicht mehr dazu sagen, `wie es der Frau Merkel gefällt`“, so Herles am Freitag im „Deutschlandfunk“.

Es gab schon früher Anweisungen zur Richtung der Berichterstattung

Solche Anweisungen habe es auch früher schon gegeben. „Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen – heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen – das ist Regierungsjournalismus“.

Berichtet werden die Themen der Regierung

Im Gespräch spricht Herles auch das Agenda-Setting an: „Wir haben ja das Problem, dass – jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen – wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum. Sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt.“

Die berichteten Themen würden – so Herles – von der Regierung vorgegeben, obwohl es viele Themen gäbe, die wichtiger wären – vor allem Themen jenseits der Symbolpolitik.

Wolfgang Herles war in den 1980er Jahren stellvertretender Hauptredaktionsleiter Innenpolitik beim ZDF und Leiter des Bonner Hauptstadtstudios. In den letzten Jahren leitete er die Redaktion der Sendung „Aspekte“.

Kommentar

Mich schockiert das! Ich liebe Journalismus und setze mich seit Jahren aktiv für die Pressefreiheit ein. Als vor knapp zwei Wochen eine freie Mitarbeiterin des WDR im niederländischen Radio ähnliche Vorwürfe erhob und dann eiligst zurückruderte, konnte man das noch als „Merkwürdigkeit“ abtun. Aber Herles war beim ZDF über 30 Jahre in Spitzenpositionen.

Da fällt es mir wirklich schwer, die Kollegen in Schutz zu nehmen. Sollten sich die Vorwürfe weiter erhärten, sehe ich die Gebührenpflicht in Frage gestellt. Es gibt in Deutschland keine Rechtsgrundlage für die Zwangsfinanzierung von Regierungssendern.

Was denkst Du über das Thema? Schreib uns Deine Meinung! Das geht direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Sogar anonym und ganz ohne lästige Anmeldung.

Werdegang Wolfgang Herles

1975 – 1980 Bayrischer Rundfunk
1980 – 1984 Report München, Tagesschau, Tagesthemen
1984 – 1987 stellvertretender Redaktionsleiter Innenpolitik
1987 – 1991 Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios
1991 – 1996 ZDF-Talkshow „live“
2000 – 2015 Redaktionsleiter der ZDF-Sendung „Aspekte“

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Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es schon 37 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Eberhard Bruhm

    Das Gleiche gilt auch für die Fernsehfilmproduktionen. Die meisten Inhalte bzw. Dialoge sind zum K……

  • 🕝 Kristine

    Wenn man sich die dominierenden Tageszeitungen und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender regelmäßig ansieht, dann muss man schon naiv sein, wenn man nicht bemerkt, dass Nachrichten auf wenige Themen verengt werden, dass alternative Meinungen zu wenig Raum bekommen, dass alle, die Merkel nicht zustimmen als Rechte=Rassisten=Nazis diffamiert werden.
    Um alternative Meinungen zu finden, muss man teuere Zeitungen und Journale lesen, tiefer ins Internet eintauchen etc.
    Für mich ist die „alternativlose“ Politik von Frau Merkel tödlich für die Demokratie und Meinungsfreiheit und ein Armutszeugnis für den Großteil der Politiker und Journalisten in Deutschland – bis auf die, die immer noch eine eigene Meinung haben und sie äußern.
    Schade, dass dazu aktuell in der Politik nur Petry, Seehofer und Wagenknecht sowie Martin Lindner gehören. Schade, dass die Parteien dem Volk nicht zuhören und dem Märchen glauben, dass das Volk als solches dumm sei und überzeugt werden muss. Das haben wir nun wirklich lange genug in der DDR gehabt.

  • 🕝 Volker

    Diese Tendenz gab es Ende der 80er Jahre / Anfang der 90er Jahre selbst an den Hochschulen, wo Professoren die Einwände junger Studenten gegen die Kosten der Wiedervereinigung „weggebügelt“ haben. Das System der „Alternativ- und Kritiklosigkeit“ war und ist wohl allumfassend. Auch heute wird an den Hochschulen primär der positive Einfluss auf das wirtschaftliche Wachstum durch Migranten und Flüchtlinge verwiesen, die sich ergebenden Probleme können ja kollektiv (durch Steuern) gelöst werden.

  • 🕝 Wagner

    Die Zwangsabgabe der Rundfunkgebühren ist eine Frechheit gegenüber dem deutschen Bürger.Ich persönlich gehe gerichtlich gegen diese Zwangsabgabe vor, da ich keinen Vertrag mit ARD und ZDF unterschrieben habe.Ein gutes negatives Beispiel sind die Staats gesteuerten Sendungen wie Maischberger,
    Will,Plasner und Illner, wo meines Erachtens nicht objektiv zur Flüchtlingskrise berichtet wird.Es werden z.B. öfters die Straftaten von deutschen gegen Flüchtlinge angesprochen, aber die meisten Straftaten verursachen unsere
    super Gäste.Mord,Raub,Vergewaltigung,sexuelle Belästigung sind an der Tagesordnung,sie zünden sogar ihre Unterkünfte selbst an, aber darüber habe ich noch keine einzige Sendung gesehen.Man muss ja den Bürger über unsere traumatisierten Gäste nicht aufklären um sie nicht zu beunnruhigen.Wenn Angela Merkel noch einen Funken an Charakter hat dann soll sie ihr Amt sofort niederlegen.Sie hat Deutschland schon an den Abgrund gebracht und es wird noch gravierende Auswirkungen in Zukunft haben.Das schlimme ist, das der Bürger permanent mit diesen Parasiten negativ konfrontiert wird. Unsere Politiker sitzen abgeschirmt und bewacht in ihren Luxusvillen und bemerken natürlich nicht was sich hier in Deutschland alles verändert.Die Politiker sollten mal abends alleine durch die Innenstädte gehen dann würden sie unsere kriminellen Gäste anders einschätzen.

    Wenn das so weiter geht mit den steigenden Flüchtlingszahlen wird Deutschland in einer Katastrophe enden ohne das die Bürger auch nur einmal gefragt wurden ob sie diese Invasoren wollen.Vor allem, wer soll den das alles bezahlen, natürlich die doofen Bürger.
    Verantwortlich ist unsere irre Kanzlerin mit ihrer Willkommenskultur.

  • 🕝 mike

    was erwartet ihr denn von einer regierung an deren spitze diese ex ddr tussi steht die es ja gelernt hat die medien regierungskonform zu machen und sie ist ja nicht die einzige aus dem dunklen osten die jetzt in deutschland etwas zu sagen hat –abwaehlen –ist die loesung und dann den staatsanwalt schicken so geht das in anderen laendern

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