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    Home»Finanzen»Die beste Geldanlage - Aktien, Anleihen oder Gold?

    Die beste Geldanlage - Aktien, Anleihen oder Gold? » Finanzen

    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger23.02.05↻ 25.10.25

    Aktien, Renten, Rohstoffe, Festgeld - eine schier unerschöpfliche Zahl von Anlagealternativen bieten sich dem investitionsfreudigen Privatanleger. Immer wieder stellt sich dabei die bange Frage: Mit welcher Geldanlage kann man die größten Gewinne einfahren?

    Für das Jahr 2004 ist die Frage recht schnell beantwortet. Aktien waren im letzten Jahr die "Abräumer". Wer am ersten Handelstag 2004 deutsche Standardaktien (DAX-Werte) kaufte, konnte sein Geld im Schnitt um etwa sieben Prozent vermehren.

    Das Mittelfeld: Anleihen und Festverzinsliche

    Kursgewinne verzeichneten zwar auch viele Besitzer von Anleihen, weil die Zinsen im Jahresverlauf 2004 sanken. Die Durchschnittrendite lag allerdings schon deutlich unter denen der Anteilsscheine. Sparer mussten sich bei festverzinslichen Anlagen in der Regel mit schwachen Renditen begnügen. Im kurzfristigen Bereich war der Zins besonders mager. So ließen sich zum Beispiel mit einjährigen Finanzierungsschätzen des Bundes nur zwei Prozent verdienen.

    Geldanlage: Verlierer Gold

    Goldanleger mussten sogar zwei Prozent Verlust hinnehmen. Zwar stieg 2004 der in US-Dollar notierte Goldpreis. Aufgrund des schwachen Dollarkurses blieb davon in Euro jedoch nichts übrig.

    Die Anlageergebnisse 2004 im Überblick

    10.000 Euro - angelegt am ersten Januar 2004 - erwirtschafteten bis Endes des Jahres folgende Gewinne:

    Anlage Gewinn
    Deutsche Aktien (DAX) 680 Euro
    Bundesobligationen (5 Jahre LZ) 560 Euro
    Sparbriefe (4 Jahre LZ) 310 Euro
    Finanzierungsschätze (1 Jahr LZ) 200 Euro
    Sparbuch (3 Monate KF) 80 Euro
    Gold -200 Euro

    Quelle: Bundesverband deutscher Banken

    Aus der Vergangenheit lernen

    Da niemand in die Zukunft schauen kann - auch die größten Börsengurus scheitern bei gezielten Prongosen bezüglich der Aktienmärkte - gibt es nur die Chance, aus der Vergangenheit zu lernen und auf Anlageformen zu setzen, die in der Vergangenheit die gewünschte Performance geliefert haben. Dabei wäre es verhängnisvoll aus den Ergebissen des Jahres 2004 zu schließen und die ganze Investitionsstrategie auf Aktien auszurichten.

    Überblick: Rendite von Anlageformen über verschiedene Zeiträume

    Der Blick zurückt zeigt, daß die Renditeverhältnisse keineswegs ausgeglichen sind. Diesen Gewinn/Verlust hat eine Anlage von 10.000 Euro in verschiedenen Zeiträumen abgeworfen:

    Anlageform 1999-2005 2000-2005 2001-2005 2002-2005 2003-2005 2004-2005
    Aktien (DAX) -1914 -3664 -3201 -1708 3820 680
    Bundesobligationen 2437 2576 2303 990 1605 560
    Sparbriefe 2130 2044 1640 1034 640 310
    Sparbuch 805 645 437 283 161 80
    Gold 3132 1223 1191 439 -161 -200

    Quelle: Bundesverband deutscher Banken (gelb = Performancesieger) / alle Werte in Euro

    Es gibt nicht "die" Geldanlage

    Obwohl Aktien auch langfristig - etwa auf Sicht von 30 Jahren - zu den renditestärksten Anlageformen zählen, sind sie längst kein "Allheilmittel" in Punkto Geldanlage. Wer zum Beispiel im Jahre 2000 in Dax-Aktien investierte, hat bis zum heutigen Tage fast die Hälfte seines Kapitals verloren, während ein Sparbriefanleger im gleichen Zeitraum über 20 Prozent kassierte.

    Eine Frage des Anlagehorizonts

    Gerade bei Aktien ist der Einstiegszeitpunkt entscheidend. Da sich dieser aber auch mit bestem Finanzwissen nur sehr unsicher identifizieren läßt, kann der Rat nur lauten, sich bei der Wahl der Anlageform am geplanten Investmenthorizont zu orientieren. Für kurzfristige Anlagen sind Festgeldkonten sicher die brauchbarste Alternative, während im mittelfristigen Bereich festverzinsliche Wertpapiere eine interessante Alternative darstellen. Aktien spielen ihren Renditetrumpf über lange Zeiträume aus.

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    Sebastian Fiebiger
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    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

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