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FDP-Chef Lindner fordert von Muslimen in Deutschland Toleranz ▷ Nachrichten 29.07.2016

Christian Lindner

Christian Lindner Foto: photocosmos1 | Shutterstock

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner geht auf Distanz zu jenen, die sagen, der Islam gehöre zu Deutschland. “Der Satz, dass der Islam zu Deutschland gehöre, ist mir zu pauschal. Das kann als kritikloses Nebeneinander missverstanden werden”, sagte Linder der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (WAZ, Freitagausgabe).

Auch Muslime müssten sich – wie die katholische Kirche – der Kritik an ihren Glaubensinhalten stellen. “Man muss klar sagen, dass besonders konservative oder gar radikale Interpretationen des Koran eben nicht zu Deutschland passen und hier nicht toleriert werden. Das Grundgesetz gilt auch hinter der verschlossenen Wohnungstüre”, sagte Linder. Von den Millionen Muslimen, die in Deutschland bestens integriert seien, dürfe man erwarten, dass sie “noch entschlossener auf Radikale in ihren Reihen einwirken”. Lindner kritisierte gegenüber der WAZ außerdem die Rolle des Moscheeverbandes Ditib. Weil die Regierung Erdogan über Ditib Einfluss auf Türken in Deutschland nehme, müsse die Rolle, die Ditib beim islamischen Religionsunterricht in NRW spielt, “neu geprüft werden”.

Ditib gehört einem Beirat an, der das Land bei Fragen rund um den islamischen Religionsunterricht unterstützt. Sollte sich Ditib nicht von Ankara distanzieren, müsse NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) “noch vor Beginn des neuen Schuljahres Konsequenzen ziehen”, so der FDP-Politiker. Toleranz, findet Lindner, dürfe auch von den Muslimen in Deutschland eingefordert werden: “Es ist nicht angebracht, jede Praxis der Religionsausübung in unserem Land zu akzeptieren, wenn sie gegen unsere freiheitliche, vielfältige und weltoffene Werteordnung verstößt. Wir müssen daher auch von der muslimischen Gemeinschaft Toleranz einfordern gegenüber Frauen und anderen Religionen.” Wenn ein Imam der Lehrerin seines Sohnes den Handschlag verweigere, sei das nicht Ausdruck von Religionsfreiheit, sondern von Frauenfeindlichkeit.

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