
Das Verteidigungsministerium hat für die zweite Hälfte des Jahres 2026 rund 100 weitere große Rüstungsvorhaben in der Planung. Als groß gelten Projekte, die jeweils mehr als 25 Millionen Euro kosten. Ab September müsste der Bundestag jedes davon billigen.
Von 100 auf bis zu 170 Vorhaben
Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf interne Unterlagen berichtet, gab es 2025 über das ganze Jahr 100 solcher Vorhaben. In diesem Jahr könnten es knapp 150 werden, im kommenden bis zu 170. Den größten Teil der knapp 150 Großprojekte für 2026 hat das Ministerium dem Parlament demnach noch nicht vorgelegt.
Munition, Eurofighter und Patriot
Betroffen sind sämtliche Teilstreitkräfte und Bereiche der Truppe. Besonderes Gewicht hat die Beschaffung von Munition. Auf der Liste stehen unter anderem weitere Vorhaben und Verbesserungen für Eurofighter, F-35, Patriot und Iris-T, für den Schützenpanzer Boxer und für die Bewaffnung der Drohne Heron TP. Hinzu kommen Ausrüstung für die Marine, für die Aufklärung aus dem Weltraum und für die militärische Infrastruktur sowie neue Geschäfte mit den USA. Inhalte und Zahlen stehen noch nicht endgültig fest und können sich im Lauf der Planung ändern. Solange sich das Parlament nicht mit den Vorhaben befasst hat, äußert sich das Ministerium nach eigenen Angaben nicht dazu.
44 Großprojekte bis zur Sommerpause
Vor der Sommerpause waren zuletzt 44 Großprojekte umgesetzt, die zusammen knapp 19 Milliarden Euro umfassen. Rechnet man kleinere Vorhaben hinzu, vergab das Ministerium laut "Welt am Sonntag" bis Anfang August knapp 6.400 Aufträge.
mit Material der DTS Nachrichtenagentur
