Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»News»Sozialmissbrauch: Städte im Ruhrgebiet fordern vom Bund mehr Tempo

    Sozialmissbrauch: Städte im Ruhrgebiet fordern vom Bund mehr Tempo - News

    Die Oberbürgermeister von Hagen und Gelsenkirchen vermissen den angekündigten Aktionsplan der Bundesregierung. Als große Hürde sehen die Kommunen den Datenschutz.
    News RedaktionNews Redaktion15.08.26↻ 09.10.26
    Ruhrgebiet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Ruhrgebiet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Im Kampf gegen Sozialmissbrauch verlangen Kommunalpolitiker aus dem Ruhrgebiet mehr Tempo vom Bund. Die Bundesagentur für Arbeit hat im Juli begonnen, ein zentrales Kompetenzzentrum Leistungsmissbrauch und fünf regionale Außenstellen aufzubauen. Dort sollen Daten systematisch zusammengeführt und analysiert werden.

    "Wichtig und längst überfällig"

    Der Oberbürgermeister von Hagen, Dennis Rehbein (CDU), nennt diesen Schritt in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) wichtig und längst überfällig. Einen Durchbruch sieht er darin aber nicht. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze (SPD) sieht das genauso. Leistungsmissbrauch müsse "energisch und systematisch" bekämpft werden, sagte Henze. Dafür brauche es nicht noch mehr Zuständigkeiten auf dem Papier, sondern konkrete, durchsetzungsfähige Strukturen vor Ort und eine Gesamtstrategie von Bund, Ländern und Kommunen. Rehbein zeigte sich enttäuscht, dass ein Aktionsplan, den die Bundesregierung eigentlich für Juli angekündigt hatte, noch immer nicht vorliegt.

    Aktionsplan lässt auf sich warten

    Der Plan soll sich mit der Bekämpfung von Ausbeutung und Missbrauch von Sozialleistungen befassen, vor allem im Zusammenhang mit Zuwanderung aus der EU. Er wird derzeit gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium erarbeitet, wie eine Sprecherin von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) der FAS mitteilte. Die Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch sei ein zentrales Thema dieser Legislaturperiode, sagte die Sprecherin. Er schade der Gesellschaft und schwäche das Vertrauen in den Sozialstaat. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, groß angelegten Missbrauch von Sozialleistungen im Inland und durch im Ausland lebende Menschen zu beenden, den Datenaustausch der Behörden zu verbessern und Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme deutlich zu verringern. Wann die Bundesregierung ihren Aktionsplan vorlegt, sagte das Arbeitsministerium auf Anfrage der FAS nicht. Rehbein reagierte darauf verärgert. Im Kampf gegen Sozialmissbrauch dürfe keine Zeit verloren gehen, sagte er. Die Kommunen bräuchten jetzt klare gesetzliche Verbesserungen und wirksame Instrumente statt weiterer Verzögerungen.

    Gefühl von Ungerechtigkeit

    Viele Kommunen im Ruhrgebiet kämpfen mit den Folgen der Armutsmigration aus Südosteuropa. Henze sagte der FAS, die Bürger ihrer Stadt hätten inzwischen ein starkes Gefühl von Ungerechtigkeit. Menschen nutzten einfach durch die Wahl ihres Wohnorts Sozialsysteme aus, in die sie vorher nicht eingezahlt hätten. Der Staat dürfe nicht zulassen, dass Menschen aus dem Ausland nach Deutschland gelockt, in menschenunwürdigen Unterkünften untergebracht und zugleich von kriminellen Strukturen ausgebeutet würden, sagte sie. Bereits Anfang des Jahres hieß es in einem Bericht der Gelsenkirchener Verwaltung, die soziale Segregation in der Stadt nehme massiv zu und der soziale Friede sei in vielen Stadtteilen gefährdet.

    Datenschutz als Hürde

    Als große Hürde im Kampf gegen Sozialmissbrauch sehen die betroffenen Kommunen übereinstimmend den Datenschutz. Die Städte bräuchten dringend eine praxisgerechte Lockerung von Datenschutzbestimmungen an einigen Schnittstellen, sagte Essens Sozialdezernent Peter Renzel der FAS. Aus Duisburg heißt es, der Datenschutz erschwere oft wirksame Kontrollen, weshalb sich Betrug häufig nur schwer nachweisen lasse. Henze sagte: "Natürlich müssen Persönlichkeitsrechte geschützt werden, aber der Staat muss gleichzeitig in der Lage sein, Betrug und Missbrauch wirksam aufzudecken. Datenschutz darf nicht zum Schutzschild für Sozialleistungsmissbrauch werden."

    mit Material der DTS Nachrichtenagentur

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelSchalke-Chef Tillmann: Verteilung der Fernsehgelder schadet der Bundesliga
    Nächster Artikel Trump droht, die Straße von Hormus zu Territorium der USA zu erklären
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Erdbeben der Stärke 7,7 vor Flores: Mindestens 14 Tote in Indonesien
    2 min
    Trump droht, die Straße von Hormus zu Territorium der USA zu erklären
    3 min
    Schalke-Chef Tillmann: Verteilung der Fernsehgelder schadet der Bundesliga
    2 min
    Bundeswehr plant bis Jahresende rund 100 weitere große Rüstungsprojekte
    2 min
    Bis zu 45 Grad: Verdi-Umfrage zeigt extreme Hitze in Pflegeheimen
    3 min
    Intensivmediziner Janssens: Hitze fordert deutlich mehr Todesopfer als vom RKI geschätzt
    2 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomat Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken