
Vor der Küste der indonesischen Insel Flores hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 mindestens 14 Menschen das Leben gekostet. Das teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde mit. Die Erde bebte am Samstagmorgen.
Opferzahlen noch vorläufig
Die Behörde warnte, die Zahlen seien vorläufig, weil die Rettungsarbeiten noch liefen. Ein Helfer vor Ort sprach sogar von mindestens 20 Toten. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Behörde starben drei Menschen in der Provinz Sikka, sechs in Manggarai und fünf in Ost-Manggarai. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt, elf erlitten leichte Verletzungen.
Beben in geringer Tiefe
Das Erdbeben und zahlreiche Nachbeben, darunter eines der Stärke 6,1, beschädigten in der Region viele Gebäude. Nach Angaben der indonesischen Behörde für Meteorologie und Geophysik ereignete sich das Beben gegen 5 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 15 Kilometern. Je näher ein Beben an der Oberfläche liegt, desto zerstörerischer ist es in der Regel.
Terminal am Hafen eingestürzt
Am Hafen der Stadt Maumere stürzten Teile des Terminalgebäudes ein. Videoaufnahmen zeigen, wie Betonteile auf Passagiere fallen, die auf eine Fähre warten. Als ein Steg einstürzte, wurden mehrere Menschen ins Meer geschleudert. Der Gouverneur der Provinz Ost-Nusa-Tenggara, Emanuel Melkiades Laka Lena, erklärte, die Opfer seien im Schlaf von einstürzenden Trümmern getötet worden.
Tsunamiwarnung aufgehoben
Eine zunächst ausgegebene Tsunamiwarnung wurde etwa drei Stunden nach dem Beben wieder aufgehoben, weil kein nennenswerter Anstieg des Meeresspiegels festgestellt wurde. Zuvor waren viele Menschen auf Motorrädern ins Landesinnere geflohen. Die Behörde BNPB geht davon aus, dass sich rund 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht haben. Indonesien liegt dort, wo mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen, und ist deshalb häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen betroffen.
mit Material der DTS Nachrichtenagentur
