
Alice Weidel Biografie
Frühes Leben und Bildung
Weidel wurde in Gütersloh, Deutschland, geboren und wuchs in Harsewinkel auf. Nach ihrem Abitur im Jahre 1998 an einem Gymnasium des „Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands“ (CJD), konzentrierte sie sich auf das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bayreuth, wo sie im Jahr 2004 als eine der besten ihres Jahrgangs abschloss.
Beruflicher Werdegang
Nach dem Erwerb ihres Abschlusses stieg Weidel in die Finanzbranche ein und arbeitete zwischen Juli 2005 und Juni 2006 als Analystin im Asset Management bei Goldman Sachs in Frankfurt. Im Anschluss promovierte sie in Bayreuth.
Politische Laufbahn
Weidel trat der AfD im Oktober 2013 bei. Ihr Aufstieg in der politischen Hierarchie der Partei verlief rasant. Sie wurde im Juni 2015 in den Bundesvorstand der AfD gewählt und im April 2017 zur Co-Spitzenkandidatin der Partei ernannt.
Rolle in der AfD
Alice Weidel ist eine zentrale Figur in der AfD. Sie dient als Brücke zwischen den gemäßigten und den radikaleren Flügeln der Partei. Sie hat es geschafft, sich sowohl bei den Wirtschaftsliberalen als auch bei den nationalkonservativen Mitgliedern der Partei Respekt zu verschaffen.
Politische Positionen
Weidel hat eine Reihe von politischen Kern-Positionen vertreten, die die Grundlage ihrer politischen Identität bilden. Diese Positionen stammen aus den Themenfeldern Religion, Einwanderung, Europäische Union, LGBT-Fragen, Wirtschaftsfragen und Umweltfragen.
Religion
Weidel hat die kirchlichen Institutionen in Deutschland kritisiert und behauptet, dass die AfD die einzige christliche Partei ist, die in Deutschland noch existiert. Insbesondere werde die eigentlich gebotene Trennung zwischen Staat und Kirche nicht mehr eingehalten.
Einwanderung
Weidel hat sich gegen die Einwanderungspolitik von Angela Merkel ausgesprochen. Sie unterstützt das kanadische Modell eines Einwanderungssystems, das qualifizierte Arbeitskräfte bevorzugt.
Europäische Union
Weidel ist eine harte Kritikerin der Europäischen Union. Ihre Position wechselte im Laufe ihrer politischen Arbeit von der Forderung einer radikalen Reformation bis zur Auflösung.
LGBT-Themen
Weidel, selbst lesbisch, hat sich gegen das Gesetz zur Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe positioniert.
Wirtschaftsfragen
Weidel ist eine Verfechterin des Wirtschaftsliberalismus und sieht die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher als ihr Vorbild. Sie unterstützt Steuersenkungen und die Abschaffung der Erbschaftssteuer und lehnt den Mindestlohn ab.
Umwelt
Weidel hat Zweifel an der menschengemachten globalen Erwärmung geäußert.
Persönliches Leben
Weidel ist in einer Lebenspartnerschaft mit einer aus Sri Lanka stammenden Frau, die in der Schweiz lebt und als Filmproduzentin arbeitet. Sie leben zusammen mit ihren zwei adoptierten Kindern – zeitweise in Berlin und in Einsiedeln, Schweiz.
